Indikatoren

Was ist der RSI? Der Relative-Stärke-Index einfach erklärt

Lesezeit ca. 5 Minuten · Aktualisiert Juli 2026

Der RSI ist einer der bekanntesten Indikatoren – und einer der am häufigsten falsch verstandenen. Wer glaubt, „überkauft = verkaufen", verliert im Trend viel Geld. Hier erfährst du, was der RSI wirklich sagt.

Was misst der RSI?

Der Relative-Stärke-Index (RSI) ist ein Momentum-Indikator. Er schwankt zwischen 0 und 100 und misst, wie stark und schnell sich der Preis zuletzt bewegt hat – also das Verhältnis von Aufwärts- zu Abwärtsbewegungen über eine bestimmte Periode (Standard: 14).

Vereinfacht: Ein hoher RSI heißt „die Käufer waren zuletzt sehr dominant", ein niedriger „die Verkäufer waren dominant".

Überkauft und überverkauft – was das wirklich heißt

Der wichtigste Denkfehler: „Überkauft" heißt nicht automatisch „jetzt verkaufen". In einem starken Aufwärtstrend kann der RSI lange über 70 bleiben, während der Preis weiter steigt. Wer dann blind shortet, kämpft gegen den Trend. Überkauft bedeutet nur „stark gestiegen" – nicht „muss jetzt fallen".

Divergenzen – das eigentlich Spannende

Interessanter als die 70/30-Linien sind Divergenzen: Wenn Preis und RSI in verschiedene Richtungen zeigen.

Divergenzen sind keine Garantie, aber ein wertvoller Hinweis, dass ein Trend an Kraft verliert.

So nutzt du den RSI sinnvoll

Indikatoren richtig einordnen

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Dieser Artikel dient der Bildung und ist keine Anlageberatung. Trading ist hochriskant und kann zum vollständigen Verlust führen.